3 Tipps, wie Eltern stressfreier Beruf und Familie unter einen Hut bekommen

Kennst du das?  Das Kind schreit „Vorlesen!“, Unterlagen für die Steuer müssen sortiert werden, beim Wäsche waschen hast du schon das nächste berufliche To-Do im Kopf, das nächste Meeting geht bald los – also noch schnell etwas essen. Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann zum  Aufgabenjungle werden. Es ist immer wieder die Gleichzeitigkeit von Aufgaben und Bedürfnissen (auch den eigenen), die uns als Eltern herausfordert, die Komfortzone zu verlassen. Hier meine 3 Top-Tipps, um im Job-Familien-Alltag, den Durchblick zu bewahren.

1. Es muss nicht perfekt sein!

Studien, wie zum Beispiel die Studie der KKH, zeigen, dass der eigene Anspruch an sich selbst im Job und in der Familie den größten Stressfaktoren für Eltern darstellt. Es spricht für uns Eltern, dass wir unsere Rollen bestmöglich erfüllen wollen. Doch der Grad zwischen „für etwas brennen“ und „ausbrennen“ ist schmal. Ein Realitätscheck kann  immer wieder mal hilfreich sein. An welchen Stellen darf ich meinen eigenen Anspruch reduzieren bzw. der Realität anpassen?  Am Ende des Tages darf es heißen: So wie es ist, ist es gut genug. Für die Planung deiner Tages- und Wochenziele gebe ich dir folgenden Impuls: Lege für dich nicht nur Maximal- sondern auch Minimalziele fest und konzentriere dich dabei auf das wesentlichste. Plane dir lieber bewusst Zeiten für deine Selbstfürsorge ein.  Bestimmt liest du diesen Satz nicht gerne, doch unser Körper stellt eine endliche Ressource dar. Er soll uns langlebig seinen Dienst leisten. In Coachings verwende ich auch einen Test, der dir Aufschluss darüber gibt, was dich innerlich antreibt. 

2. Richte deinen Blick auf die Dinge, die dir gut gelungen sind.

Kommt dir das bekannt vor? 9 Dinge sind dir richtig gut gelungen und diese eine Sache ist schiefgelaufen. Statt dich über die 9 positiven Sachen zu freuen, ärgerst du dich über diese eine Sache, die du nicht gut hinbekommen hast. Vielleicht ist es ein deutsches Phänomen, dass wir unseren Fokus eher auf Fehler anstatt auf unsere Erfolge legen. Meines Erachtens entwerten wir durch diese Haltung unsere Leistung massiv.  Meine Einladung an dich: Im Wort „Feier-Abend“ steckt „feiern“ drin. Du darfst dich feiern für die großen und kleinen Erfolge, die dir über den Tag gelungen sind. Ich schreibe mir Abends immer meine Erfolge auf. Beantworte dir diese 2 Fragen: Was ist mir gut gelungen? Und welche Auswirkungen hat dies auf mein Leben? Das hilft selbstwirksam zu bleiben. Es gibt noch weitere Reflexionstools, die ich dir empfehlen kann. Sprich mich gerne an.

3. Partnerschaftliche Aufgabenteilung

Eltern als ein Team, die einander in der Karriere und in allen Familienaufgaben unterstützen, sind seit Corona mehr gefragt als je zuvor. Mütter tragen häufig den höheren Mental Load, das heißt sie fühlen sich mehr verantwortlich für die Familienorganisation und leisten deutlich mehr Carearbeit als Männer. Die Forderung an Väter, dass sie sich in die Familienarbeit einbringen sollen ist berechtigt. Doch sie sollten sich nicht passiv zum ausführenden Organ ihrer Partnerin degradieren lassen, sondern aktiv ihren eigenen Part in der Familienarbeit definieren. Transparente  Aushandlungsprozesse zwischen den Elternteilen sind hilfreich, Aufgaben paritätischer zu verteilen. Klar kann es dabei auch zu Streit kommen, doch Reibung gehört zu einer gesunden Partnerschaft dazu. Das ist hilfreicher als Probleme in Harmonie-Soße zu ertränken. Trefft euch 1 Mal die Woche und besprecht die wichtigsten To-Dos. Hinterfragt euch kritisch: Was funktioniert gut bei der Familienorganisation und soll auf jeden Fall so bleiben? An welchen Stellen wünsche ich mir eine andere Aufgabenteilung?